Zählweise – das Grundgerüst
Ein Spiel ist nichts ohne Punktesystem, und das Tennis‑System ist ein Meisterwerk aus 15‑30‑40‑Spiel. Die Zahlen klingen wie ein alter Jazz‑Beat, aber in Wahrheit zählen sie nur, bis jemand vier Punkte hat und dabei mindestens zwei Vorsprung hat. Kein Schummeln, kein Rätselraten – wenn du 40‑40 erreichst, sprichst du von „Deuce“. Dann heißt es: Zwei Punkte in Folge, und du hast das Spiel. Wenn du das nicht schaffst, bleibt es bei Deuce, bis jemand den Vorteil – „Advantage“ – nutzt und das Spiel beendet.
Punkte, Spiele, Sätze
Ein Satz besteht aus mindestens sechs gewonnenen Spielen, wiederum mit mindestens zwei Spielen Vorsprung. Sieh es wie ein Laufband: 6‑4 reicht, 6‑5 nicht, 7‑5 schon. Und wer fünf Sätze gewinnt, führt das Match zu Ende – wenn du im Grand Slam spielst, können es sogar fünf Sätze sein. Schnell, präzise, keine halben Sachen.
Aufschlag – das Schlachtfeld
Der Aufschlag ist das einzige Mal, wo du die Kontrolle über den gesamten Ball hast. Du musst ihn diagonal ins service‑Feld des Gegners katapultieren, und das mit einer gültigen Bewegung. Sprich: Der Fuß bleibt hinter der Grundlinie, der Ball muss über die Netzhöhe fliegen. Miss du das, gibt’s „Fault“. Zwei Faults in Folge? Aufschlagverlust, der Gegner bekommt den Punkt. Hier gilt: Schnell, aber sauber.
Fehler, Netzkontakt
Ein Netzberührung ist sofortige Niederlage des Aufschlägers, wenn er den Ball nicht korrekt über das Netz schickt. Und wenn du beim Rückschlag das Netz berührst, verlierst du den Punkt. Nicht nur beim Aufschlag, sondern bei jeder Ballberührung. Der Ball darf das Netz nur im Flug passieren, nicht deine Hände oder Schläger.
Rallye und Schlagarten
Nach dem Aufschlag beginnt das eigentliche Gefecht. Vorhand, Rückhand, Slice, Topspin – jede Schlagart hat ihr Fachgebiet. Du darfst den Ball nach dem Aufprall nur einmal schlagen, nicht zweimal. Und du hast maximal drei Sekunden Zeit, den Ball zurückzuspielen. Kein Zögern, kein Stall. Und wenn du den Ball ins Aus schickst, das ist „Out“, Punkt geht an den Gegner.
Ausrüstung und Platz
Der Schläger? Nicht zu leicht, nicht zu schwer – das ideale Gleichgewicht. Die Bespannung bestimmt Spin und Kontrolle. Der Platz? Hart, Rasen oder Sand – jede Oberfläche beeinflusst Sprung und Laufruhe. Und das Netz? Genau 0,914 m hoch in der Mitte, leicht höher an den Pfosten. Regeln gelten überall, egal ob du im Club oder im Profibereich spielst.
Strafen und Aus
Verstoß gegen die Verhaltensregeln – zum Beispiel lautstarkes Nörgeln oder das Werfen des Schlägers – wird mit einer Verwarnung bestraft. Zweite Verwarnung? Strichpunkt. Und wenn du das Spielfeld ohne Erlaubnis verlässt, ist das ein „Default“ und du verlierst das Match. Keine Ausreden, alles klar.
Mehr Infos gibt’s bei tennisspielplan.com. Und jetzt: Schnapp dir den Schläger, zähle 15 Sekunden, wirf den Aufschlag – Punkt ab.